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Wie mit vielen Orten, in die ich mich auf der Stelle verliebt habe, wusste ich auch beim Kilimandscharo im ersten Moment nicht so genau wo er liegt. Ja, in Afrika aber in welchem afrikanischen Land? Das kam erst später. Wie ich auf die Idee kam, den höchsten Berg Afrikas (alleine als Frau) zu besteigen? Lasst mich euch meine Geschichte erzählen.

Alles begann mit einer Dokumentation

Es muss etwa 7 Jahre her sein, da habe ich an einem Sonntag Nachmittag eine Doku im Fernsehen gesehen. In dieser Dokumentation hat ein wenig wander affines Pärchen den Kilimandscharo bestiegen. Ihre Schuhe waren nicht richtig eingelaufen und sie hatten so einige Schwierigkeiten. Am Ende hat es nur einer von beiden auf den Gipfel geschafft. Ich glaube, es war der Mann. Die Doku zeigte sehr gut, welche Kraftanstrengung das ist.

Aber es wurde auch dieser Sonnenaufgang gezeigt. Dieser unglaubliche Sonnenaufgang auf dem höchsten Berg Afrikas. Ich weinte und wusste, eines Tages will auch ich dort oben stehen und diesen Sonnenaufgang sehen.

Der Gedanke ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich begann mich zu informieren. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass es zwar möglich ist, aber ich dafür hart trainieren musste. Außerdem war natürlich der Preis ein weiteres Kriterium, wieso dieses Abenteuer erstmal warten musste. 

Weit entfernt vom Wanderfan

Ebenfalls gilt es an dieser Stelle anzumerken, dass ich zum Zeitpunkt der Dokumentation zwar ab und zu wandern war, das aber auf wenige Male im Jahr beschränkt war. Vielleicht ist der Kilimandscharo ein Grund für meine entflammte Bergliebe? 

All die Jahre ging es mir nicht aus dem Kopf. Immer wieder war der Gedanke, ob ich es dieses Jahr wagen werde? Doch es gab immer andere Prioritäten und Reisen.

Photo by Tim Foster on Unsplash

Es ist an der Zeit diesen Lebenstraum zu erfüllen

Und dann war sie gefallen, die Entscheidung. Als ich meine Mittelamerika Reise im Januar abgebrochen hatte, war es für mich klar: dieses Jahr geht es auf den Kilimandscharo! Und heute ist die Tour gebucht und schon lange habe ich eine Reise nicht mehr herbeigesehnt wie diese. Ich sauge alles auf, was ich zur Besteigung des Kilimandscharo finden kann, ich trainiere, ich plane Wanderungen. Am liebsten würde ich nur noch davon sprechen. Ich bin so unendlich aufgeregt diesen Berg zu erklimmen.

Die Wahl der richtigen Kilimandscharo Route

Insgesamt gibt es 6 Routen auf den Gipfel des Kilimandscharo “Uhuru Peak”:

  • Marangu Route
  • Rongai Route
  • Lemosho Route
  • Machame Route
  • Umbwe Route
  • Mweka Route*

Die Routen unterscheiden sich neben dem Weg in Länge, Arten der Unterkunft und die Erfolgsrate. Hier ein Überblick.

*Die Mweka Route dient zum als Abstiegsroute von der Lemosho, Machame und der Umbwe Route.

RouteDauerLangeHMUnterkunftErfolgschance
Marangu5-6 Tage74km4410Hüttenniedrig
Rongai7 Tage58km4520Zeltmittel
Lemosho8-9 Tage66km4430Zelthoch
Machame7 Tage45km4280Zeltmittel bis hoch
Umbwe 7 Tage43km4390Zeltsehr niedrig


Schon im letzten Jahr habe ich mir die verschiedenen Routen angesehen und schnell war für mich klar, dass ich die Lemosho Route wählen möchte. Die längste Route soll die landschaftlich schönste Route sein. Außerdem hat man hier die Chance wilde Tiere zu sehen. Die Erfolgsrate der Lemosho Route ist ebenfalls sehr hoch. Allerdings sind 9 Tagen (ohne Dusche) im Zelt schon eine Herausforderung. Aber das heißt auch 9 Tage raus aus dem Alltag. 9 Tage nur der Berg und ich.

Bisher hab ich erst eine Person kennengelernt, die schon auf dem Kili war. In Neuseeland traf ich einen Mann, der den höchsten Berg Afrikas bestiegen hatten. Er versicherte mir, dass das landschaftlich langweilig ist. “Wandern wie auf einer Mondlandschaft”, hat er gesagt. Ich frag mich, wie man von so einem Erlebnis nicht angetan sein kann? Vielleicht habe ich habe damals diese Person getroffen, weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt für mich war. Ich musste erst noch andere Orte erkunden um die zu werden, die ich heute bin. 

“I am never lost in the mountains, its where I find myself.”

Photo by Simon Berger on Unsplash

Kilimandscharo Abenteuer mit dem DAV Summit Club

Nach langer Recherche der verschiedenen Anbieter habe ich mich letzten Endes für den DAV Summit Club entschieden und bin wirklich gespannt, was mich erwartet. In einem halben Jahr geht es los und die kommenden Monate steht neben Training der Kauf der Ausrüstung an. Außerdem muss ich mir die Frage beantworten wie lange ich in Tansania bleiben möchte und ob es wagen werde vorab auch den Mount Meru zu besteigen. Wir werden sehen. Mit dieser Blogserie möchte ich euch auf dem Laufenden halten.

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